Alarm auf Schloss Drachenkralle: 7 Dracheneier in Gefahr

Veröffentlicht von Kletterdrache Kinni am

Auf Schloss Drachenkralle herrscht Unruhe. Seit gestern fehlen die 7 Dracheneier, die vom großen Drachen bewacht werden. Die goldene Schatztruhe, in der die Dracheneier normalerweise in Sicherheit sind, wurde aufgeknackt. Die 7 bunten Dracheneier von Schloss Drachenkralle wurden geklaut!

Der große Schlossdrache ist unheimlich traurig und wütend. Ohne die 7 Dracheneier ist Schloss Drachenkralle nicht nur grau und langweilig. Nein, das ganze Siebengebirge ist durch den gemeinen Diebstahl des bunten Schatzes in Gefahr! Kletterdrache Kinni und seine Crew machen sich schnell auf die Suche.

Seid ihr mutig genug und folgt Kinni zu geheimnisvollen Wesen und versteckten Orten im Siebengebirge, um die 7 Dracheneier wieder nach Hause zu bringen? Wer hat die 7 Dracheneier geklaut?

Euch erwartet ein abenteuerlicher Naturkrimi rund um die Artenvielfalt und Biodiversität im Siebengebirge!

#NaturKrimi für Kinder (ab 4 Jahre) und Erwachsene

Autorin: Kathrin Rosi Würtz, rosiwuertz.de

In Planung: Buch | Hörspiel

Wer die Geschichte „Alarm auf Schloss Drachenkralle“ in ihrer Urform lesen möchte, der ist hier genau richtig! Einfach weiterscrollen!


Wer hat die 7 Dracheneier geklaut?

Vor nicht allzu langer Zeit trafen sich die drei Freunde Kinni, Athene und Pipi vor ihrer geheimen Kletterhöhle, ganz in der Nähe vom Drachenfels. Gemeinsam erlebten sie jeden Tag wilde Abenteuer hier im Siebengebirge. Man kannte die drei Freunde auch als die „Krimi-Crew“, die knifflige Rätsel in der Natur löste. Am besten stelle ich euch die sagenhafte Krimi-Crew einfach mal vor:

Das ist Kinni, der kleine Kletterdrache. Kinni kann zwar fliegen, klettert aber viel lieber an Bäumen und Felswänden hoch. Kinni ist mutig, neugierig und immer in Bewegung!

Das ist Athene, die winzige Eule. Athene fliegt fast lautlos und blitzschnell durch die Luft. Und sie hat große Augen, mit denen sie alles sehr genau beobachten kann.

Das ist Pipistrella, die Zwergfledermaus. Ihre Freunde nennen sie lieber Pipi: Das ist ihr Spitzname und schneller ausgesprochen als Pipistrella. Wie ein kleiner, wild gewordener Pfeil saust sie durch die Gegend. Pipi ist wirklich super, superklein, so klein, dass sie sogar in eine Streichholzschachtel passt. Und weil sie megaklein ist, ist sie auch megaleicht.

So, jetzt kennt ihr die Krimi-Crew! Seid ihr mutig genug für ein Abenteuer im Siebengebirge?

Plötzlich Blitz und Donner!

Auch heute trafen sich die drei Freunde von der Krimi-Crew wieder in ihrer geheimen Kletterhöhle. Wie jedes Mal hatte jeder etwas Leckeres zum Essen mitgebracht. Ihr kennt das bestimmt: Nur wer lecker gegessen hat, hat gute Laune. Wer Hunger hat, ist meist schlecht gelaunt. Aber das mit der schlechten Laune passierte Kinni, Athene und Pipi äußerst selten.

Athenes selbstgemachter Flammkuchen war immer super, super lecker und zum Glück war auch dieses Mal wieder genug für alle da. Und auch Kinnis selbst gebrannte Bratäpfel wurden von allen hastig verspeist, weil die roten Bratäpfel schlämmer-lämmer-lecker waren.

Die Sonne schien schon den ganzen Tag wunderprächtig auf das Siebengebirge. Den Sonnenschein konnte die Krimi-Crew durch das große Fenster ganz hinten in ihrer Kletterhöhle sehen. Was ein toller Ausblick auf den Drachenfels und Schloss Drachenkralle.

Doch plötzlich wurde alles anders. Urplötzlich blitzte und donnerte es laut über dem Siebengebirge. Der Himmel wurde dunkel und der Wind pfiff wild durch die Gegend. Potzblitz und Donnerwetter!

Pipi zitterte vor Schreck und kuschelte sich schnell an Athenes Federkleid. „Immer wenn ein Unwetter aufzieht, ist der Schlossdrache extrem wütend“, sagte die kleine Eule besorgt.

Die rote Alarmleuchte in der Kletterhöhle der drei Freunde fing an zu leuchten. Tatsächlich! Die Lage war ernst und die Krimi-Crew musste schnell etwas machen, um die Situation zu retten.

Kinni sagte entschlossen zu seinen beiden Freundinnen: „Lasst uns schnell unseren Abenteuerrucksack packen und zu Schloss Drachenkralle und dem großen Schlossdrachen fliegen! Wir müssen im sofort helfen! Endlich ein neues Abenteuer!“

Kinni, Athene und Pipi warteten noch eine kleine Weile, bis die lebensgefährliche Blitzerei aufhörte und macht sich schnellstmöglich auf zu Schloss Drachenkralle. Da alle drei fliegen konnten, waren sie superschnell vor dem großen Tor von Schloss Drachenkralle.

Athene wusste zum Glück noch, wie sich das fest verschlossene Schlosstor öffnen ließ. „Nur Drachen könne das Tor öffnen, indem sie 7 mal fest auf das Holz klopfen! Also los Kinni, 7 mal!“

Und siehe da, das Schlosstor öffnete sich tatsächlich. Schnell schlüpften Kinni, Athene und Pipi ins Innere des geheimnisvollen Schlosses.

Der Schlossdrache saß in der Mitte des riesigen Tanzsaales und sah sehr wütend aus. Ach du, grünes Drachenei! Jetzt wusste die Krimi-Crew, warum der Schlossdrache so extrem wütend war. Neben ihm stand seine Schatztruhe, aber sie war komplett leer! Kinni fragte vorsichtig: „Was ist hier passiert?“

„Meine sieben bunten Dracheneier sind verschwunden! Ohne sie ist alles grau und total langweilig“, brummte der Drache. „Irgendjemand muss sie mir geklaut haben!“

„Dann holen wir die sieben Drachneier wieder zurück!“ rief Pipi mutig. Der Schlossdrache lächelte zum ersten Mal an diesem Tag: „Das wäre toll! Nur ich kann hier nicht weg von Schloss Drachenkralle. Sonst wäre das Schloss ja ganz allein! Ich muss das Schloss bewachen! Seid ihr mutig genug, alleine auf Schatzsuche zu gehen?“

Kinni, Pipi und Athene schauen sich an und antworten dem großen Schlossdrachen: „Aber sicher sind wir mutig genug und werden deine 7 bunten Dracheneier zurückbringen! Yeah, unser Abenteuer kann beginnen!“

Und so machen sich die drei Freunde auf den Weg, um die sieben bunten Dracheneier zu finden. Seid ihr mutig genug und sucht mit?

Detektive unterwegs: Wo sind die bunten Dracheneier?

Kinni, Athene und Pipi verließen das Schloss Drachenkralle und schauen sich um. Der Himmel war immer noch grau, und der Wind strich kalt durch das Siebengebirge.

„Wir müssen nach Hinweisen suchen“, sagte Athene.

„Vielleicht sollten wir dort drüben anfangen, bei den alten Höhlen“, schlug Pipi vor.

In die alten Höhlen unter dem Siebengebirge kam schon sehr lange niemand mehr einfach so herein. Schließlich wohnten hier Pipis Verwandtschaft und viele andere Fledermäuse, die in den alten Höhlen in Ruhe überwintern wollten. Überwintern heißt: Die ganze Zeit gemütlich von der Decke baumeln und schlafen. Sehr viel und sehr lange schlafen! Für Pipi wäre das auf Dauer nichts. Schließlich erlebte sie lieber wilde Abenteuer wie diese Schatzsuche nach den geklauten Dracheneiern. Pipi flog blitzschnell durch einen sehr schmalen Spalt in die alten Höhlen herein, um nach Hinweisen zu suchen.

Plötzlich rief eine bekannte Stimme nach Pipi:

„Hey Pipistrella! Dich habe ich ja schon lange nicht mehr hier in den alten Höhlen gesehen! Erkennst du mich noch? Ich bin’s! Fred, der Feuersalamander. Pipi, du wirst es nicht glauben, aber wir haben nun endlich auch eine Beleuchtung in den alten Höhlen.“

Pipi braucht zwar keine Lampen, um sich in einer dunklen Höhle zu orientieren. Aber sie war wie immer neugierig und fragte doch mal genauer beim Feuersalamander nach: „Woher kommen die Lampen denn plötzlich?“

Fred Freuersalamander antwortete schnurstracks: „Hier kamen vor kurzem ein paar verkleidete Typen mit Sonnenbrillen und haben uns vier leuchtende Eier verkauft: ein hellblaues, ein dunkelblaues, ein lilafarbenes, ein orangefarbenes und ein gelbes Ei.“

Huch! Sprach der Feuersalamander etwa von den geklauten Dracheneiern? Und tatsächlich, die alten Höhlen schimmerten in bläulich-gelblichen Farbtönen.

Vor dem Höhleneingang warteten Kinni und Athene gespannt auf Pipis Rückkehr aus den alten Höhlen. In der Zwischenzeit hatte Kinni einen alten Transportwagen vor dem Höheneingang entdeckt. Prima, schließlich passten nicht alle Dracheneier gleichzeitig in Kinnis Rucksack.

Auf einmal wurde vorne am Höhleneingang ein merkwürdiges Flattern immer lauter, dann rief Pipi durch den Spalt: „Tatsächlich, hier sind 5 leuchtende Dracheneier. Meine Familie und ich werden sie mit vereinten Kräften durch die Öffnung heben, damit wir sie dem wütenden Schlossdrachen zurückbringen können.“

Plumps, da schoben die Fledermäuse auch schon das hellblaue Drachenei durch die schmale Einflugschneise. Und gleich noch einmal plumps und das dunkelblaue folgt so gleich. Plumps, plumps und auch die restlichen drei Dracheneier verließen die alten Höhlen so schnell wie sie hineingekommen sind. Zum Glück ohne kaputt zu gehen!

Pipi bedankte sich von Herzen: „Danke, lieber Feuersalamander, dass du uns den entscheidenden Tipp gegeben hast. Hoffentlich können wir dem Schlossdrachen bald alle 7 Drachenier zurückbringen.“

„Kein Problem und gerne geschehen! Im Dunklen ist es doch eh viel schöner! Wir brauchen keine leuchtenden Dracheneier in den alten Höhlen.“ sagte Fred durch den schmalen Spalt und verabschiedete sich von der Krimi-Crew.

„Puh! Lass uns schnell die fünf Dracheneier einpacken und nach den anderen suchen“ sagte Kinni, der kleine Kletterdrache.

Als sie den Transportwagen durch den Wald zogen, schwirrte unverhofft eine grummelige Hummel an der Krimi-Crew vorbei.

Wo sind die beiden anderen Dracheneier?

„Oh weija, was ist denn mit dir los?“ fragte Athene die Hummel entsetzt.

Die Hummel antwortete genervt: „Ich bin eine Erdhummel und wohne dahinten auf der wilden Wiese, wo der uralte, dicke Baum draufsteht. Seit ein paar Stunden werfen meine neuen Nachbarn, die gaaaanz oben in der alten Spechthöhle wohnen, so schwere Brocken aus ihrer Wohnung. Stampfen dann den ganzen Baumstamm wieder hoch und werfen die Dinger wieder herunter… mir direkt auf’s Dach meiner Wohnung im Erdgeschoss. Die sind doch echt verrückt geworden, diese 7 Zwerge da oben! Ich habe Kopfschmerzen von dem Lärm! Mir reicht’s langsam, aber sicher! Und dieses Wetter ist auch echt mies!“

Detektivin Athene bohrte direkt nach: „Welche Farben haben diese schweren Brocken, die deine Nachbarn dir auf’s Dach schmeißen?“

„Grün und pink sind die ollen Dinger!“ grummelte die Hummel.

Ihr könnt es euch sicherlich schon denken, was Kinni, Athene und Pipi direkt dachten. Könnte es sich bei dem grünen und pinken Brocken vielleicht um die beiden noch vermissten Dracheneier handeln?

Nichts wie hin zur wilden Wiese mit dem dicken Baum! Zum Glück ließ sich der Wagen mit den Dracheneiern drauf leicht bewegen und so kam die Krimi-Crew bald am „Tatort“ an.

„Ach du grünes Drachenei!“ bemerkte Kinni als eben dieses grüne Ei wieder aus der Spechthöhle geworfen wurde. „Warum wirfst du die Eier aus deiner Wohnung“ wollte Kinni von dem Zwerg wissen.

„Na, was denkst denn du? Weil ich Hunger habe!“ antwortete der Zwerg. Vorhin kamen hier ein paar merkwürdige Gestalten mit Sonnenbrillen vorbei, die uns diese zwei leckeren Eier für viel Geld verkauft haben. Jetzt wollen wir sie zubereiten und können die Schale einfach nicht knacken.“

Kinni, Athene und Pipi begriffen sofort den ernst der Lage. Die Dracheiner durften kein weiteres Mal vom Bum geschmissen werden. Schnell öffnete Kinni seinen Rucksack und holte den leckeren Flammkuchen und die Bratäpfel heraus.

Der clevere Kinni rief dem Zwerg nach oben: „Wir sind auf der Suche genau nach diesen beiden Eiern. Es sind nämlich sehr wertvolle Dracheneier von Schloss Drachenkralle. Wir geben euch unseren lecken Flammkuchen und die knusprigen Bratäpfel und ihr gebt uns das pinke und das grüne Drachenei, okay?“

Das ließen sich die 7 Zwerge aus der Spechthöhle nicht zweimal sagen und stiegen alle vom uralten Baum herab.

Alle freuten sich, dass nun endlich wieder alle 7 Dracheneier zurück waren. Außerdem war nun endlich wieder Ruhe am uralten Baum eingekehrt. Kein knallendes Eierwerfen mehr!

Alle Mitbewohnerinnen und Mitbewohner der wilden Wiese kamen aus ihren Wohnungen, brachten noch mehr leckeres Essen mit und feiert, dass der Sonnenschein endlich zurückkam. Fast verflogen waren die Regenwolken und das Wetter wurde wieder schön!

Der Schlossdrache spürte, dass seine 7 Dracheneier wieder zusammen waren und flog direkt zum uralten Baum, um sie in seine Schatzkiste zu packen.

Wer die Dracheneier geklaut hatte, weiß niemand so ganz genau, aber das ist jetzt auch egal. Vielleicht lösen wir dieses Rätsel ein anderes Mal!

Oder wie sagt man so schön hier im Siebengebirge:

Ende gut, alles gut!

Kategorien: Naturkrimis

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